Hexenzeitungen

Teil 2: 17. Jahrhundert

Deutschsprachige Flugschriften und Einblattdrucke

aus dem 17. Jahrhundert

 

 

Bibliographische Übersicht

1601-1620

Ein Warhafftige Zeitung. Von etlichen hexen oder Vnholden / welche man kürzlich im Stifft Mäntz zu Ascheburg / Dipperck / Ostum / Könßhoffen / auch andern Orten / verbrendt / was Vbels sie gestifft / vnd bekandt haben. Frankfurt 1603.

Ein Gründtliche auch warhafftige und erschlöckliche newe Zeitung/ von sechs Mördern/ fünff Mann/ unnd ein Weibsperson/ welche heuwer in diesem Jahr den 29. tag Maii/ zu Meygelitz in Mehren sein hingerichtet worden/ und was dieselbige von jugent auff/ mit Mörderey/ Rauben und Brennen/ wie auch Zauberey/ für schlöckliche Ding bekand. Nikolaus Strauß, Olmütz 1603.

Zwo gründliche und warhafftige newe zeitung: die erste von den Hexen und Unholden Mann und Weibs personen, so man in der Churfürstlichen Statt zu Aschenburg unnd auch aff dem Land mit dem fewer gestrafft unnd verbrandt hat. Caspar Kemla, Giessen 1612.

Zwo schröckliche Newe Zeitung / Die erste: Ist von dem Grewlichen Elendt, so sich jetzund in der Churfürstlichen Stadt Aschenburck, am Maynstrom gelegen, vnd in den vmbliegenden Flecken von einer grossen anzahl Hexen vnnd Vnholten die man mit dem Fewer gestrafft vnd verbrand hat, viel Man vnd Weibspersonen, auch Jungkfräwen vnd Jung Gesellen, vnnd je lenger je mehr an tag kompt, wie man hierinn kurtz vernehmen wird geschehen den 9. Aprillis, Anno 1612. Giessen 1612.

Zwo Hexenzeitung Die Erste Von dreyen Hexen-Pfaffen/ vnnd einem Organisten zu Ellwang/ wie dieselbe Christo abgesagt/ vnnd dem bösen Geist mit Leib vnd Seel sich ergeben/ vnd die Zauberkunst von jme erlernet/ selbige Zauberkunst/ auch bey verrichtung jhres Gottsdienst vnd sonsten starck vnd erschröcklich exerciert vnd getriben/ wie sie dan deßwegen zuvorderst degradirt/ justificirt vnd verbrent worden. Die ander: Von einer Vnholdin oder Hexen/ wie sie mit jhren Gespilen alles zuverderben vnterstanden/ der Satan aber/ jhnen vrsachen/ warumb sie solches sollen bleiben lassen angezeigt/ auch nicht gestatten/ oder geschehen lassen wöllen. Nürnberg 1615.

Zwo hexen zeitung / Die Erste: Auß dem Bißtum Würtzburg: Das ist Gründliche Erzehlung/ wie der Bischoff zu Würtzburg/ das Hexenbrennen in Franckenlande angefangen … ; Die Ander. Auß dem Hertzogthumb Würtenberg: Wie der Hertzog zu Würtenberg/ in unterschiedlichen Stätten das Hexenbrennen auch angefangen. Tübingen 1616.

Warhafftige Newe Zeittung : Von etlichen Zauberischen Weibern, so man diß 1617. und 1618. Jahrs, zu Häimburgk in Oesterreich, auff der Ungerischen Grentz verbrennet hat, Wien 1618.

 

1621-1640

Ein Warhafftige vnd gründliche Beschreibung / Auß dem Bistumb Würtz vnd Bamberg / Deßgleichen von dem ganzen Fränkischen Kraiß / wie man alda so vil hexen Mann vnd Weibspersohnen verbrennen laßt / vnd was sie nur für schröckliche sachen bekannt haben / ist mit fleiß auß glaubwürdigen schreiben zusamen getragen / Vnd inn das Lied versetzt. o.O. 1627. Nur Text.

Gewisser Bericht des Truten unnd Hexenbrennens Bambergischen Gebiets. Bartholomeus Renner, Schmalkalden 1628.

Eine Warhafftige und Gründliche Beschreibung auß dem Bisthumb Würtzburgk und Bambergk / deßgleichen von dem gantzen Fränkischen Kreyß / wie man allda so viel Hexen / Mann- und WeibesPersonen verbrennen lest. o.O. 1629.

Sih, wie die Teüfflich hexen rott…. o.O. o.J. (Einblattdruck, um 1630)

 

Zauberey. Einblattdruck von Matthäus Merian, Frankfurt 1626.

Zwo Warhafftige / vnd doch Männiglich zuvor bekante Newe Zeitungen. Die Erste /Von dem grossen Jammer / Welcher sich begeben in der Marggraffschafft Baden / wie allda schon vber die fünffzig hexen / mann / weib / knaben vnd mägdlein / sein verbrant worden. Moltzen 1626.

Zwo warhafftige newe Zeittung : die erste ist ein warhafftige Propheceyung, was sich diss tausent sechzehenhundert und 28. Jahr wird verlauffen und zutragen … die ander Zeittung ist auss dem Bistumb Würtzburg und Bamberg, auch sonst auss andern Herrschafften, wie man viel Hexen unnd Gabelreutersen verbrennen lest, und noch viel gefangen liegen. Würzburg 1627. (Stadtbibliothek Frankfurt – nicht online)

Druten Zeitung / Verlauff / was sich hin und wider im Frankenland / Bamberg vnd Würzburg mit den Unholden / vnd denen so sich auß Ehr vnd Geltgetz muhtwillig dem Teuffel ergeben. Schmalkalden [tatsächlich: Nürnberg] 1627. Nur Text. Oder Nachdruck in Horsts Zauber-Bibliothek (Nur Text)

1641-1670

Zwey warhafftigwe und erschröckliche Geschichten und Wunderzeichen hat uns Gott für Augen gestelt an unterschiedlichen Orthen/ das Erste zu Graven Hage in diesen verschienenen Jahr/ Sontags den 31. May nach Mittag umb halb ein Uhr/ am hellen klaren Himmel/ seine Gestalt werdet ihr auß dieser Figur und Gesang vernemmen. Im thon: Der grimmig Tod/ etc. Das Ander Warhafftige beschreibung/ was sich bey der Statt Wilisaw ihn einem Dorff mit einer Zauberin begeben …, Hohenems, 1647.

Erschreckliche Newe Zeitung / Welche sich begeben und zugetragen in diesem 1650. Jahr/ in der Oster-Nacht/ im Schweitzer Gebirge/ bey der Stadt Dillhofen auff einem Dorffe Dimdurff genandt/ in welchem drey Hexen gewohnet/ da die eine 25. Jahr eine Heb-Amme gewesen/ viel Menschen und Vieh verderbet. Mattias Hammer, Dillhofen 1650.

Warhaffter Summarisch außführlicher Bericht vnd Erzehlung Was die in deß Heyligen Röm. Reichs Statt Augspurg etlich Wochen lang in verhafft gelegne zwo Hexen, benandtlich Barbara Frölin von Rieden, vnnd Anna Schäflerin von Eringen, wegen ihrer Hexereien gut vnd peinlich bekant. Andreas Aperger, Augsburg 1654. 

Warhaffte Historische Abbild: und kurtze Beschreibung/ was sich unlangst in des Heyl: ReichsStatt Augspurg/ mit einer ledigen/ von einem stummen Teuffel besessen Weibspersohn/ und ihren zweyen zauberrischen Wartterinnen zugetragen. Elias Wellhöffer, Augsburg 1654.

Ein erschröckliche jedoch warhafftige vnd erbärmliche Newe Zeitung / Von Häxenmeisteren und Zauberern/ von welchen so vil zarte Jugend durch deß leydigen Teüffels Betrüg seynd verführt worden … Geschehen zu Reüdlingen im Hertzogthumb Wirtenberg zu End deß 1665. und Anfangs diß 1666. Jahrs. Christoff Schmidt, Augsburg 1666.

Warhaffte Beschreibung des Urtheils so Anno 1666. den 9. Januarij in der Churfurstlichen Residenz Statt München an einem weitbeschreiten und erschröcklichen Zauberer [Simon Altsee] vollbracht worden. Elias Wellhöffer, Augsburg 1666.

Warhaffte Bescheibung deß Urtheils / so Anno 1666. den 15. Aprilis / in deß heiligen Römischen Reichs-Statt Augspurg / an einer alten Weibs-person namens Anna Schwayhoferin hat begeben vnd zugetragen. Elias Wellhöfer, Augsburg 1666.

Relation oder Beschreibung so Anno. 1669. den 23. Martij in der Römischen Reichs=Statt Augspurg geschehen / von einer Weibs=Person [Anna Eberlehrin] / welche ob grausamer vnd erschröcklicher Hexerey vnd Verkremmungen der Menschen … mit dem Schwerdt gericht … ist worden. Elias Wellhöffer, Augsburg, 1669.